Wenn ein Mensch bedrückt ist, aus welchem Grund auch immer, dann sind wir als Gemeinde da. Zuhören, wo der Schuh drückt hilft oft schon.
Seelsorge ist eine besondere Art des Zuhörens, es hört da jemand, der weiß, dass wir jede Schwierigkeit meistern können, weil Gott an unserer Seite geht und uns liebt.
Dieses Vertrauen durchzubuchstabieren in den konkreten Herausforderungen des Alltags, spirituelle Metholden anzubieten, wie wir unseren Geist schulen können, dieses Vertrauen zu pflegen, das macht diese Begegnungen bereichernd für beide Seiten.
Im Gespräch auf Augenhöhe geschieht so die Für-Sorge für die Seele, die tief in uns den Weg für uns kennt.
Ein Beichtgespräch im strengen Sinn ist natürlich im Rahmen der Seelsorge auch möglich, oft kommt aber Reue oder das Ansprechen persönlicher Verfehlungen eher beiläufig vor. Es hilft, dies auszusprechen vor jemandem, der nicht verurteilt und nichts weitererzählt, da vertrauliche Inhalte im seelsorglichen Gespräch bei Pfarrpersonen automatisch unter die Schweigepflicht fallen.
Seelsorge ist ein wesentliches Merkmal unserer Kirche. Daher sind wir gerade dabei, auch Ehrenamtliche Seelsorger und Seelsorgerinnen auszubilden. Wenn das Presbyterium ein Einsatzkonzept entwickelt hat, können sich Menschen bei uns für eine Ausbildung bewerben.

